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Traumpflückerin
- Sie war seltsam -
stand unter der Linde und blinzelte in das Funkeln der Sonne zwischen den Blättern hob ihre alten Arme fischte in die Luft und aß , was sie gefangen hatte “ich esse die Sonne” sang sie und tanzte
- Sie war seltsam -
ging all ihre Wege pflückte die Luft auch über den Seerosen zwischen den Schwänen griff sie nach den Federchen blies den Löwenzahn als das Frühjahr noch Wunder streute “ja ich pflücke Träume” so lächelte sie.
- Sie war seltsam -
Selbst ihr Tod war Magie auf der Wiese im Tau , zwischen den Blüten klein und zerbrechlich ein Kranz aus Gänseblümchen noch in ihrer Hand ein entrücktes Lächeln im Gesicht auf den jungen Lippen dieser alten Frau |